Die Zeichen stehen wieder auf Wachstum

Generalversammlung 2019

Von einem in jeder Hinsicht florierenden Vereinsleben konnte unser Vorsitzender Hubert Gerspacher in der Hauptversammlung am Sonntag, 17. März, in der Gaststätte des TuS Efringen-Kirchen berichten, die von 32 stimmberechtigten Mitgliedern besucht wurde, darunter mit dem Ehrenvorsitzenden Rudi Schmidt und Ehrenmitglied Werner Mutterer zwei Männer fast der ersten Stunde. Die Zahl der Mitglieder sei 2018 nach Jahren der Stagnation und sogar des Rückgangs um stattliche 20 Prozent gewachsen – und das nicht nur bei den Kindern und Jugendlichen, sondern auch bei den Erwachsenen, freute sich Gerspacher. Lang war die Liste der sportlichen Highlights und vor allem der attraktiven Events, die neben der Matte auf die Beine gestellt wurden: Winteraction, eine Reise zum Grand Slam in Düsseldorf,  Kinderferienprogramm mit Grillfest, ein Sommerprogramm, eine Jugendfreizeit, Sauserbummel, die Teilnahme am Weihnachtsmarkt, die Weihnachtsfeier und vieles mehr sorgten für Kurzweil und stärkten die Gemeinschaft. Sportlich machte Jana Scharfenstein mit Rang drei bei der Süddeutschen und Rang neun bei der Deutschen Meisterschaft sowie einem Engagement bei Zweitbundesligist TSV Altenfurt auf sich aufmerksam. Weitere tolle Turnierfolge sorgten dafür, dass auch die sportliche Bilanz sehr erfreulich ausfiel. Und gleiches gilt für die Gürtelprüfungen. Denn mit neun Judokas führte man so viele Jugendliche wie noch nie zum Braungurt. Ziel sei es, erstmals eine große Gruppe geschlossen vom Weiß- bis zum Schwarzgurt zu führen – und diese Dan-Prüfung dann im Jubiläumsjahr 2020, wenn 50 Jahre Judo in Efringen-Kirchen gefeiert werden, vor Ort abzuhalten. Cheftrainer Dennis Traut und Tina Hauert leisten mit dieser Gruppe exzellente Arbeit, hob Gerspacher hervor. Aber auch sonst ist der Club mit neun meist lizensierten Schwarzgurten als Trainer bestens aufgestellt. Simon Meier konnte in der Sitzung zur Trainer C-Lizenz gratuliert werden, die er vor zwei Tagen mit einer hervorragenden Abschlussprüfung erlangt hat. Einen einwandfreien und positiven Kassenbericht legte Tina Hauert vor. Im Rahmen der Vorstandswahlen unter der Leitung von Werner Mutterer kam es zu einem personellen Einschnitt: Julia Röder zog sich nach zwölf Jahren engagierter Arbeit als Schriftführerin zurück. Für ihren enormen Einsatz wurde sie mit großem Beifall bedacht. Mit Anna-Lena Brunner rückt eine ebenfalls seit vielen Jahren im Verein engagierte Nachfolgerin nach. Sie wurde einstimmig gewählt. Einstimmig bestätigt wurden Vorsitzender Hubert Gerspacher, sein Stellvertreter Marc Hunzinger (in Abwesenheit), Kassiererin Tina Hauert und Materialwart Hannes Krebs. Bei einer Enthaltung erhielt auch Sportwart Herbert Frey wieder die Zustimmung. Unter großem Beifall ernannte Hubert Gerspacher Julia Röder, Sabine Faißt und Thierry Hauert zu neuen Ehrenmitgliedern des Vereines. Julia Röder präge den Verein seit Jahrzehnten, zunächst als sehr erfolgreiche Wettkämpferin, dann als Ideengeberin und engagierte Schriftführerin, die vieles angestoßen und organisiert habe, so der Vorsitzende. Vor allem hat sie die modernen Strukturen des Vereines mit geschaffen und war – zusammen mit ihrem Mann Daniel -  für Überarbeitung und Pflege der Homepage sowie die Umsetzung der neuen Datenschutzgrundverantwortung maßgeblich verantwortlich.  „Der Judo-Club Efringen-Kirchen bleibt mein Verein“, versicherte Julia Röder, die sich weiterhin einbringen will. Sabine Faißt ist die erste weibliche Schwarzgurtträgerin, die der Verein hervorgebracht hat. Als langjährige Materialwartin, Jugendtrainerin, Regisseurin sowie Autorin des Theaterstücks zum 40 Jahr-Jubiläum hat sie sich große Verdienste erworben. Und bis heute sei sie engagiert, freute sich Gerspacher. Das mache beispielsweise Maskottchen Udo deutlich, das Sabine Faißt im Großformat genäht hat. Bestes Beispiel für Legionäre, die auch nach ihrem Weggang den Kontakt zum Verein halten, ist Thierry Fredrich, der stets zur Stelle war, wenn es galt, den Verein zu stärken – ob als Kämpfer oder als Helfer und Organisator. Als Träger des dritten Dan ist Fredrich, der im Saarland weiter Judo betreibt, das bislang höchstgraduierte Eigengewächs des Vereines. Er wird dem Verein weiter treu bleiben und immer mal wieder in der Heimat mittrainieren. Wer einmal die Efringen-Kirchener Judoschule durchlaufen habe, kehre offenbar immer wieder gerne zu seinen Wurzeln zurück, meinte Gerspacher und strich in diesem Zusammenhang auch Mathilde Köstler heraus, die sich sehr stark in den Trainingsbetrieb einbringt. Nach umfangreichen Dankesworten von Gerspacher auch an die zahlreichen Engagierten im Hintergrund wie etwa Dominik Foßhag, der den Weihnachtsmarktstand federführend organsiert oder die zahlreichen eifrigen Plätzchenbäckerinnen widmete sich der Verein einem wichtigen und sensiblen Thema, der Prävention sexualisierter Gewalt. Dabei entwickelte sich eine rege Diskussion. Unser Mitglied und A-Kampfrichter Jens Jakob, Vorsitzender der Badischen Sportjugend, regte an, im Rahmen eines Workshops, der von externen Fachleuten begleitet werden könne, ein Schutzkonzept und einen Verhaltenskodex zu entwickeln. Mit einem Ausblick auf das anstehende Jahr, in dem unter anderem der Landesentscheid zum Deutschen Jugendpokal in Efringen-Kirchen steigen wird und einem Vorausblick auf das Jubiläumsjahr 2020, wenn 50 Jahre Judo in der Reblandgemeinde mit einem „schönen Fest“, aber nicht mit einer Gala begangen werden sollen, schloss die Versammlung. Die Diskussionen hatten auch gezeigt, dass es in mehrerlei Hinsicht Ansatzpunkte für eine  Überarbeitung der Vereinssatzung gibt.