Safari-Spaß auf und neben der Matte.

Ein aufregendes Wochenende

Genau so muss eine Judo-Safari verlaufen: Herumtoben, Grillen, Spielen, Geschicklichkeitswettbewerbe, Seilspringen, Laufen, Zelten, Bogenbau, Fahrradfahren, Basteln - und natürlich Judo in allen Facetten waren am 6. und 7. Juli auf dem Festplatz in Kleinkems angesagt. 30 erwartungsfrohe Kinder ließen sich das Abenteuer nicht entgehen und starteten von der Halle in Efringen mit dem Fahrrad zum Festplatz. Mit von der Partie neben Jugendtrainern, Vorstandsmitgliedern und einigen Eltern waren auch Jugendliche, die sich bereitwillig als Betreuer und Helfer einspannen ließen. Vom wolkenverhangenen Himmel ließen sich die Verantwortlichen um unseren Vorsitzenden Hubert Gerspacher nicht beeindrucken. So kam man auch trocken vor Ort an, wo Toilettenwagen, Tischgarnituren, Kühlschränke, Getränke und Speisenvorrat schon bereitstanden. So konnte man nach dem Zeltaufbau gleich loslegen. Der tolle, idyllische Platz praktisch vor der Haustür wurde einfallsreich genutzt: Wer es eher ruhig und koordinativ anspruchsvoll haben wollte, der widmete sich dem Malen oder ließ die Bocciakugeln rollen, zudem lud eine große Hängematte zum Chillen ein. Aber auch zum Herumtollen bei Fußball, Basketball, Federball oder Frisbee war reichlich Gelegenheit. In zwei Gruppen aufgeteilt, absolvierte man die ersten Safaridisziplinen, wobei sich der Verein diesmal Alternativen einfallen ließ. Das Wettlaufen wurde beibehalten, anstelle des Medizinballweitwurfes galt es aber, einen Ball im Viereck zu prellen, und der Weitsprung wurde durch Seilhüpfen ersetzt. Bei allem Ehrgeiz, den die Kinder an den Tag legten, ging es dabei freundschaftlich zu. Und die Regie lag komplett bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen Lena, Anka, Viktor, Marinus und Silvan, die die Kleinen souverän durch die Übungen lotsten und ihnen, wenn nötig, auch Mut zusprachen und sie motivierten. Derweil bereiteten Tina Hauert, Anna Brunner, Marc Hunzinger und Simon Meier Snacks, Erfrischungen und das Abendessen auf dem Gill vor. Nach dem Grillen stand dann „Otto“ im Mittelpunkt, das immer freundliche Gesicht auf einer Metallplatte, das als Zielscheibe für die Saugnapffeile diente. Platte und Pfeile hatte Hubert Gerspacher besorgt, der zusammen mit Hannes Krebs dann auch aus Haselruten die Bogen anfertigte. Die wurden natürlich eifrig getestet, wobei sich die Kinder zwischendurch mit Stockbrot stärkten, das über dem Feuer gebacken wurde. Die Nacht war dann kurz, aber umso aufregender: Eine Unwetterwarnung und aufkommende starke Böen ließen die Verantwortlichen tätig werden. Sie holten die Kinder gegen 4.30 Uhr aus den Zelten und versammelten sie unter dem Dach des Tanzbodens, wo bald ein Massenlager entstand. Für die Betreuer war die Nacht damit vorbei, denn die Aufsicht und das Sichern von Material und gefährdeten Zelten forderten sie, auch wenn das große Unwetter ausblieb. Trotzdem fehlte es am Sonntag nicht an Energie: Während die einen die Matten aus der Halle herbeischafften, bereiteten die anderen das Frühstück vor, das dann in eine Doppelaktion mündete: Die erste Safarigruppe absolvierte den Kreativteil, die andere trainierte auf den Matten. Danach wechselten die Gruppen. Beim Basteln von Collagen konnte man auf Judo Magazine zurückgreifen, die der Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt hatte – eine tolle Geste, die bestens ankam. An Wäscheleinen aufgehängt, ergab sich eine bunte Präsentation. Vor den anfeuernden Eltern ging es dann abschließend in die japanische Runde, in der die jungen Judoka nochmal alles gaben - gleich mehrfach wurde das Maximum von fünf Siegen hintereinander erreicht. Gespannt warteten am Ende alle auf die Verteilung der Abzeichen, die gleich an Ort und Stelle erfolgte. Dabei konnte jedes Safari-Tier, inklusive des schwarzen Panthers, mindestens einmal vergeben werden. Von den Leistungen der Kinder zeigten sich alle Trainer sehr angetan. Dabei standen sie selbst dem Nachwuchs in nichts nach, wie dankbare Kommentare der Eltern zeigten. Auch das Betreuerteam erbrachte bis zum Aufräumen und Zurückbringen der Bänke, Getränke und Kühlschränke durch Lkw-Fahrer Hannes Krebs einen Kraftakt. Die glücklichen Gesichter der Teilnehmer zeigten: Man hat alles richtig gemacht, Verbesserungen sind allenfalls im Detail noch nötig.